Wie bringe ich meinen Mann um?

nicht ganz ernst gemeinter, aber trotzdem nachdenkenswerter Text

Das, was ich Ihnen jetzt sage, gilt insbesondere für alle Frauen, die ihre Männer gerne los werden möchten, aber nicht mutig genug sind, diese zu vergiften oder zu erschießen. Ich gebe Ihnen hier ein paar Fingerzeige, die, wenn sie angewandt werden, bestimmt zum Erfolg führen, ohne Sie selber auch nur im geringsten zu gefährden. Passen Sie darum gut auf:

Verwöhnen Sie Ihren Mann! Fangen Sie schon beim Frühstück damit an!

Geben Sie ihm immer recht starken Bohnenkaffee, frische knusprige Brötchen und viel Butter darauf, merken Sie sich bitte, „viel Butter“, etwa 2-3 Eier, Schinken oder andere Aufschnitte. Und wenn er aufhören möchte zu essen, nötigen Sie ihn, weiter zu essen oder wenigstens noch ein Täßchen Kaffee zu trinken, er wird es Ihnen bestimmt nicht abschlagen können.

Und dann die Zigarette nicht vergessen, rauchen Sie ihm diese an, sie schmeckt ihm dann besser!

Vergessen Sie nicht ihm die Frühstücksbrote mitzugeben, mit viel Liebe und Unverstand zubereitet, aber Sie wollen ihn ja loswerden, also mit Verstand zubereitet, à la Prof. Glatzel. Ein Hauch von Brot oben und unten und dazwischen etwas sehr „Nahrhaftes“, dicke Wurstscheiben oder kalten Aufschnitt, Hauptsache appetitlich und pikant.

Sie können sicher sein, er wird Sie in den höchsten Tönen loben.

Und wenn er dann zum Mittagessen nach Hause kommt, setzen Sie ihm ein Götteressen vor! Ungefähr bestehend aus einer sehr pikanten Suppe, Ochsenschwanz- oder Schildkrötensuppe; und stellen Sie den Salzstreuer so hin, daß er nicht übersehen werden kann, zum Nachsalzen der Suppe und der noch folgenden Speisen.

Und dann tragen Sie etwas Duftendes und Knuspriges auf. Hähnchen am besten, oder Kotellets oder Steaks. Solche gewöhnlichen Dinge wie Gemüse oder Kartoffeln werden dann kaum vermißt, wenn Sie diese vergessen haben sollten! Wenn Sie zu dem so fett und knusprig Gebratenen noch eine Beilage geben wollen, dann Pommes frites oder Bratkartoffeln.

Und zuletzt als Pünktchen auf dem i etwas Süßes.

Sie kennen ja diese Dinge: Im Sommer Ganz- oder Halbgefrorenes, sonst Schokoladencreme, Pudding oder gezuckerte Obstkonserven.

Damit dann nicht alles so schwer im Magen liegt, hinterher ein oder mehrere Schnäpse oder sogar einen Drink für „harte Männer“, Gin, Whisky oder Wodka.

Beinahe vergessen, Liebling: Die Zigarette!

Und dann sitzt er im Liege- oder Schaukelstuhl, glücklich und gerührt über so eine liebevolle Betreuung. Und kurz bevor er wieder fortfahren muß, noch einen Mokka, nach dem Originalrezept eines türkischen Paschas!

Das Vesperbrot in gehabter Form!Das Abendessen sollte aus Appetithappen bestehen.

Gut eignen sich hierzu Ölsardinen o.ä. Krabben z. B. (von diesen Dingen wußte man bis vor kurzem, daß Benzoesäure darin enthalten war). Auch recht knusprige Bratkartoffeln, hier und da mal mit kleinen Speckwürfelchen oder Wurstscheiben. Und natürlich wieder den „guten Kaffee“!

Dann das kleine „Tischlein deck dich“ vor dem Fernseher nicht vergessen! Mit einer oder zwei Flaschen aus Ihrer Hausbar und etwas Süßes zum Knabbern, Pralinen oder Gebäck. Diese Dinge kann man so gut, ohne daß man es selber merkt, in großen Mengen neben den gebotenen Programmen zu sich nehmen.

In den übrigen Dingen, die noch zum Essen da sind, wie Obst, Salate und Gemüse, halten Sie sich für Ihren Mann an die bekannte Münchner Parole: „Ich bin ein echtes Münchner Kindl und pfeif auf Obst und solchen Schwindel." Und weil man nach so einem gut verbrachten Abend nicht einschlafen kann, genießt man das Leben weiter!

Wenn Sie so verfahren, erleben Sie schon nach wenigen Jahren, manchmal früher und manchmal später, je nach Konstitution, daß Ihr Gatte anfängt zu klagen. Hier drückt es und da. Oft ist es die Leber, der das viele Fett und die starken Drinks nicht gut bekommen sind, oder die Niere und sehr oft das Herz.

Wenn diese Beschwerden eingetreten sind, haben Sie schon das meiste geschafft. Ihr Mann stirbt bestimmt in absehbarer Zeit, vielleicht ohne viel leiden zu müssen, an einem Herzinfarkt, dem modernsten Tod, vielleicht nach einer besonders guten Mahlzeit, oder je nach dem mit sehr viel Schmerzen, an einem Leberleiden, wenn die harten Männerdrinks häufiger genommen wurden, oder auch an Krebs oder an einer anderen heute noch nicht bekannten und nicht genannten Krankheit.

Und Sie haben Glück! Keinem Staatsanwalt wird es einfallen, Sie wegen Mordes an Ihrem Gatten anzuklagen. Auch ein weiteres Plus können Sie für sich verbuchen: Ihr Gatte stirbt mit dem Bewußtsein, eine liebe und um ihn treu besorgte Frau gehabt zu haben.

Weil der menschlichen Ernährung in der dargelegten Form Beachtung geschenkt wird, deswegen führen die von mir angegebenen Ratschläge unfehlbar zu früher Krankheit, Siechtum und Tod.

Bei einer solchen leider heute praktizierten Ernährung werden Sie nun aber nicht nur Ihren Mann und Ihre Angehörigen, sondern auch sich selber umbringen und werden daher zum Mörder und Selbstmörder. Deswegen bitte ich Sie, befolgen Sie meinen Rat lieber nicht!

Wählen Sie zu Ihrer Ernährung Vollwertnahrungsmittel in denen alle Lebensstoffe, die der Schöpfer aller Dinge in die für uns bestimmte Nahrung hineingelegt hat, noch erhalten sind. Dann bleiben Sie gesund und leistungsfähig.

von Dr. med. Ludwig Wegener, Essen

 

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